plakat2018Zum 9. Mal in Folge hat die Deutsche Gesellschaft e. V. Studentinnen und Studenten dazu ermutigt, sich in einem Essay mit einer gesellschaftlich aktuellen Fragestellung zu beschäftigen. Im Fokus stand dieses Mal Europa – seine Gegenwart und Zukunft, aber auch seine Vergangenheit.

Konkret ging es um die Frage:

„1918-2018: Wohin strebt Europa?“

Kaum ein Thema polarisiert in den letzten Jahren so sehr wie das der Gestaltung Europas und der Europäischen Union. Dabei ist die Idee eines geeinten, auf gleichen Werten basierenden Europa nicht neu und hatte bereits nach dem Ersten Weltkrieg Hochkonjunktur. Viele Probleme und Herausforderungen, vor denen Europa heute steht, wurden bereits 1918 thematisiert. So stellen viele nicht erst seit den Flucht- und Migrationsbewegungen nach Europa das Konzept eines einigen, grenzenlosen Europas in Frage. Dabei scheint Europa gespalten. Die einen fordern eine engere Zusammenarbeit und haben gar die Vision der „Vereinigten Staaten von Europa“, die anderen besinnen sich zurück auf den Nationalstaat mit klaren Territorialgrenzen. Krisen erlebt Europa zweifelsohne. Doch welche Wege aus den Krisen soll es nehmen und wie soll seine Zukunft aussehen? Wohin wird Europa streben?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in ihren Essays dazu eingeladen, Europa von 1918 bis 2018 nachzuspüren. Folgende Fragestellungen können als Orientierungshilfe dienen:

  • Inwieweit sind die Ideen der europäischen Vordenker der Zwischenkriegszeit bei der Gestaltung der Zukunft Europas noch ein Thema, wieder aktuell oder überlebt?
  • Welche Rolle spielt der europäische Wertekanon im 21. Jahrhundert noch für die Einigung des Kontinents?
  • Nimmt Europa / die Europäische Union im öffentlichen Bewusstsein der Menschen noch einen wichtigen Platz ein?
  • Enthält das „Weissbuch zur Zukunft Europas“ ausreichende Lösungsansätze?
  • Müsste sich die Europäische Union außenpolitisch und militärisch stärker engagieren?
  • Sollten alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gleichzeitig die nächsten Stufen der Integration erklimmen? Oder ist ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ der bessere Weg in die Zukunft?

 

Die Siegerin und die Sieger des Essaywettbewerbs stehen fest: Der 1. Platz geht an Florian Eichblatt (WWU Münster), der 2. Platz an Hannah Wendt (Universität Hildesheim) und der 3. Platz geht an Paul Helm (Universität Konstanz). Die Deutsche Gesellschaft e.V. dankt allen Teilnehmenden für die vielfältigen Einsendungen. Die Siegerehrung findet am 11. Dezember 2018 in Hörsaal A, des Otto-Suhr Instituts für Politikwissenschaft der FU Berlin, Ihnestraße 21, 14195 Berlin, statt. Küren wird unsere Siegerin und Sieger Prof. Dr. Tanja Börzel, Professorin für Politikwissenschaft und Inhaberin des Lehrstuhls für Europäische Integration, die auch eine anschließende Gesprächsrunde mit der Gewinnerin und den Gewinnern und ihren Studierenden moderieren wird. Darüber hinaus werden die 23 Essays, die von unserer Jury am höchsten bewertet wurden, in einem Printexemplar publiziert.

Die Deutsche Gesellschaft e.V. gratuliert der Siegerin und den Siegern.

 

Regelwerk

Der Essaywettbewerb richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen im Bachelor-, Master- und Promotionsstudium, im Studium auf Staatsexamen usw. Teilnahmebedingung ist die Immatrikulation an einer Hochschule.

Die Teilnehmenden reichen zu dem vorgegebenen Thema ein Essay ein. Der Fließtext soll 10.000 bis maximal 14.000 Zeichen inkl. Leerzeichen umfassen und weder unter- noch überschreiten. Fußnoten werden dabei nicht berücksichtigt. Von einem Literaturverzeichnis ist abzusehen.

Die Texte sind eigenständig und auf Deutsch zu verfassen.

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