Siegerehrung 2010

plakat2010

Die Wettbewerbsfrage 2010 lautete: "20 Jahre Wiedervereinigung - wie lässt sich die Deutsche Einheit gemeinsam gestalten?"

 

1. Platz: Jovana Nastasijevic, Friedrich-Schiller-Universität Jena

20 Jahre Wiedervereinigung – Wie lässt sich die Deutsche Einheit gemeinsam gestalten?

Beitrag

nastasijevic jovanaDie Autorin wählt einen vergleichenden Ansatz, in welchem die Frage der Deutschen Einheit vor dem Hintergrund der (post)jugoslawischen Entwicklung betrachtet wird. Hierbei legt sie den Fokus auf die nach dem Regimewechsel anstehenden Aufgaben sowie die Erwartungen der Menschen. Sie appelliert an die Menschen, aufeinander zuzugehen und Werte wie Freiheit und Wohlstand in Zukunft gemeinsam zu sichern.

Bewertung der Jury

Jovana Nastasijevic überzeugte das Preisgericht mit ihrem authentischen und bewegenden Text. Die Juroren lobten die eindringlichen Sprachbilder sowie die Kreativität und Originalität des Beitrages. Die Autorin kontrastiere den katastrophalen Zerfall Jugoslawiens mit der deutschen Vereinigung und plädiere damit für eine Relativierung mancher deutschen Ost-West Empfindlichkeiten.

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2. Platz: Tom Mannewitz, Technische Universität Chemnitz

20 Jahre Wiedervereinigung – Wie lässt sich die Deutsche Einheit gemeinsam gestalten?

Beitrag

mannewitz tomDer Autor bezieht sich auf die Zeile „Einigkeit und Recht und Freiheit“ aus der deutschen Nationalhymne und unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen den Begriffen „Einigkeit“ und „Einheit“. Die gesellschaftliche Einigkeit könne nur erreicht werden, indem die Bevölkerung durch gemeinsame Projekte zusammenwachse.

Bewertung der Jury

Tom Mannewitz‘ Beitrag sei besonders originell und sprachlich lebendig, so die Meinung der Juroren. Der Autor plädiere für eine stärkere gemeinsame Ausrichtung und Blickrichtung der Deutschen. Um ein Gemeinschaftsgefühl zu wecken, bedürfe es gemeinsamer Herausforderungen, individueller Neugier und einer gehörigen Portion Geduld, nicht aber verordneter Projekte.

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3. Platz: Georg Dietlein, Universität Köln

Die Revolution der Freiheit

Beitrag

dietlein georgGeorg Dietlein lässt sich von der Frage leiten, was das kollektive Gedächtnis bei der Identitätsfindung der Deutschen ist und betrachtet den 9. November 1989 als maßgebend. Die damals errungene Freiheit aller Deutschen müsse weiterhin bewahrt werden. Um dies zu gewährleisten, dürften die Verbrechen der SED-Diktatur nicht in Vergessenheit geraten, vielmehr müssten sie gemeinsam aufgearbeitet werden, so Dietlein.

Bewertung der Jury

Laut der Jury zeichnet sich der Beitrag durch den Leitgedanken aus, Voraussetzung, Sinn und Ziel der Deutschen Einheit sei das Verlangen nach Freiheit gewesen. Der Text bewege sich auf sprachlich wie intellektuell hohem Niveau und punkte durch treffende Formulierungen und gelungene Definitionen. Die Juroren lobten die ideenreiche Beschreibung einer mentalen Einheit unter dem Aspekt unterschiedlicher Freiheitsbegriffe.

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Publikation 2010
"Deutsche Einheit: Blick zurück - Blick nach vorn"

 

Publikation 2010

 

 

Im Herbst 2010 schrieb die Deutsche Gesellschaft e. V. einen bundesweiten Ideenwettbewerb aus: Studierende aller Fachrichtungen beteiligten sich mit Essays zur Preisfrage „20 Jahre Wiedervereinigung – wie lässt sich die deutsche Einheit gemeinsam gestalten?“ Die vorliegende Publikation bietet einen breit gefächerten Überblick über den Ideenreichtum und die unterschiedliche Herangehensweise der jungen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Herausgegeben von Andreas H. Apelt und Eckhard Jesse im Auftrag der Deutschen Gesellschaft e. V.
Gedruckt mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums des Innern.

Metropol Verlag, Berlin 2010, 19,- €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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